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Drosselung ab 10 GB: Kabel Deutschland beschränkt Filesharing (P2P)

Kabel Deutschland News
Kabel Deutschland bremst Filesharing-Dienste aus

Der Kabelanschluss, Internet und Festnetzanbieter Kabel Deutschland drosselt bei Filesharing-Diensten die Übertragungsleistung seiner Internetzugänge. Dies geht aus den seit Mai 2012 gültigen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Heidelberger Kabelnetzbetreibers hervor. Neben einer allgemeinen Priorisierungsklausel bei drohender Netzüberlastung verankert der Anbieter auch eine anschlussspezifische Drosselungsklausel in seinen Geschäftsbedingungen (ab 10 GB pro Kalendertag Drosselung auf 100 KBit/s im Downstream). Beide Maßnahmen dienen laut Kabel Deutschland der Qualitätssicherung.

Ab 10 GB Datenvolumen nur noch 100 KBit/s für Filesharing (P2P)

Generell leitet Kabel Deutschalnd laut eigenen Angaben jede Art von Datenverkehr gleichberechtigt durch sein Netze. Davon abweichend heisst es in der in den Kabel Deutschland AGB aufgeführten Leistungsbeschreibung unter Punkt B.) Internet 2. Übertragungsgeschwindigkeit:

Nur wenn die Gefahr einer Überlastung des Netzes besteht, wird in den betroffenen Netzsegmenten der Verkehr zur Sicherung der Servicequalität folgendermaßen priorisiert: 1.) Zeitkritische Anwendungen (z.B. Video-Streaming, Internet- /Videotelefonie, Online-Gaming) erhalten Vorrang vor allen anderen Verkehren 2.) darüber hinaus haben alle andere Anwendungen, Dienste und Protokolle (z.B. Internet surfen, Social Network) immer Vorrang vor File-Sharing-Anwendungen (z.B. Peer-to-Peer, One-Click-Hoster und Net-News) […]

Während sich die eben genannte Formulierung noch nach einer allgemeinen Priorisierungsklausel anhört, wird der Anbieter nur einen Absatz später deutlich konkreter.

Lädt ein Kunde an einem Kalendertag ein Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB herunter, kann Kabel Deutschland die ihm zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit ausschließlich für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 kbit/s für den Downstream begrenzen.

Von der Drosselung betroffen sein dürften der gewählten Formulierung nach ausschließlich Intensivnutzer von File-Sharing-Anwendungen (Peer-to-Peer und One-Click-Hoster). Otto-Normal-Verbraucher muss hingegen mit keinen Nachteilen bzgl. der Übertragungsleistung seines Kabel Internetanschlusses rechnen.

Künstliche Reduzierung der Geschwindigkeit auch bei O2 (Alice), 1&1 und Telekom

Die künstliche Reduzierung der Internetgeschwindigkeit wird neben Kabel Deutschland auch von mehreren DSL Anbietern praktiziert. Der westerwälder DSL Anbieter 1&1 vermarktet etwa mit seinem Tarif 1&1 Surf & Phone Flat Special ein Internet und Festnetz Komplettpaket bei dem ab Erreichen eines Datenvolumens von 100 GB die Bandbreite des DSL Anschlusses von maximal 16000 KBit/s auf 1000 KBit/s gedrosselt wird. Erfreulich aus Kundensicht ist, dass 1&1 diese Einschränkung offen kommuniziert und den Tarif im Vergleich zu einem ähnlich ausgestattetem Paket ohne Drosselung (1&1 Doppel-Flat 16000) etwas günstiger anbietet. Bei O2 müssen Kunden bei Buchung eines Alice DSL Anschlusses in einigen Fällen ebenfalls mit einer Drosselung der Übertragungsleistung auf maximal 1 MBit/s rechnen. Bei den Alice DSL Anschlüssen von O2 liegt die Drosselungsgrenze bei 50 GB pro Monat, kommt allerdings nur bei sogenannten Bitstream-Anschlüssen zum tragen. Bei dieser DSL Variante muss (hier) O2 bzw. Telefónica Germany mangels eigener Netzinfrastruktur auf ein Vorleistungsprodukt des Incumbents, dem historisch etablierten Anbieter (deutsche Telekom), zurückgreifen um seine Dienstleistung gegenüber dem Endkunden erbringen zu können. Der deutsche Marktführer Telekom selbst behält sich eine Drosselung der Bandbreite bei seinen VDSL Anschlüssen Call & Surf Comfort VDSL vor. Wer bei Buchung von VDSL 25 mehr als 100 GB bzw. bei Buchung von VDSL 50 mehr als 200 GB Übertragungsvolumen pro Monat generiert, dessen Internetanschluss kann für den Rest des Monats auf maximal 6.016 KBit/s im Download und maximal 576 KBit/s im Upload gedrosselt werden.

Die Mindestlaufzeit der genannten DSL Verträge von 1&1 und Telekom beträgt 24 Monate. O2 bietet die unter der Bezeichnung Alice geführten Tarife auf Wunsch auch ohne Mindestvertragslaufzeit an (monatlich kündbar).

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